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Am östlichen Rand des Naturparks "Saale-Unstrut-Triasland"
und am Rande der Hochebene "Molauer Platte" zwischen Wethau-
und Saaletal liegt der Ort Meyhen. Der höchste Punkt der
Ortsbebauung (das ehemalige Kulturhaus) liegt bei 233 m ü.
NN, der niedrigste am Ende der Kirchstraße zum Meyhengraben
bei 206 m ü. NN.
Der Ort wurde 1350
erstmals urkundlich erwähnt und war ehemals ein durch Wälle
befestigter Gutshof. Inmitten der Befestigung stand schon im
12.Jahrhundert eine
Herrenburg mit einem romanischen Wohnturm, dessen Reste an
der Westwand der Kirche heute noch zu besichtigen sind. Er
war wehrhaft und durch seine exponierte Lage für die
Verteidigung der Siedlung gut geeignet. Das Dorf ( das
heutige Unterdorf) hatte dabei den Charakter einer Vorburg
mit schwächerer Befestigung. Dieser wehrhafte Bau in Meyhen
gilt als eine der wenigen Beispiele eines herrschaftlichen
Wohnturmes im heutigen Burgenlandkreis. Nachdem die Befestigungen ihren Wert verloren
hatten, erfolgte der weitere Ausbau des Dorfes nach Westen.


Das Gut blieb aber Jahrhunderte bauliches und
wirtschaftliches Zentrum des Ortes, Reste, das sog.
"Schloss", standen bis in die 80iger Jahre. Die
Gräber der letzten Gutsbesitzer sind heute noch auf dem
Friedhof von Meyhen zu sehen und werden von der Gemeinde
erhalten und gepflegt.

In den Zeiten der DDR wurden die Gutsgebäude abgebrochen.
Sowohl im Zentrum des Ortes als auch am Ortsrand Richtung
Beuditz wurden landwirtschaftliche Zweckbauten errichtet,
die erst von der LPG Meyhen und danach von der LPG Tierproduktion Neidschütz genutzt
worden sind. Dieser Strukturwandel
des Ortes in den Zeiten der sozialistischen Landwirtschaft
hatte die tiefgreifendsten Auswirkungen auf das heutige
Ortsbild. Nur im Unterdorf zum Meyhengraben hin zeigt sich
das nahezu unverfälschte Bild der Vergangenheit mit seinen
Mehrseitenhöfen, den steinernen oder überbauten Torbögen.
Nach der Wende erfolgte erneut die
Umstrukturierung der Landwirtschaft. Die ehemaligen LPGs
wurden in der Argrargemeinschaft Prießnitz vereint und die
Gebäude der landwirtschaftlichen Großproduktion in Meyhen
nutzlos. Diese wurden von Rainer Deike für seine damals
aufstrebende Dachdeckerfirma erworben. Einige wurden
abgerissen, andere umfunktioniert und umgebaut. Aus der
Stallanlage für Rinder und Schweine am Beuditzer Berg wurde
ein Reit- und Freizeitkomplex in Meyhen - auf dem auch
unsere Ranch zu Hause ist.
Die
Geschichte des Ortes ist eng mit der Ortsgeschichte von
Wettaburg verbunden, das zusammen mit Wetterscheid an die
Schenken von Tautenburg fiel, von diesen an die Naumburger
Kirche verpfändet wurde. Als das Geschlecht der Schenken
1640 ausstarb, wurde die gesamte Herrschaft von den
Albertinern eingezogen und in ein kursächsisches Amt
umgewandelt. Dieses wurde 1815 von Preußen erworben. So gehörte der Ort, anders als die
umliegenden Dörfer, von 1815 an zu
Preußen. Nach
dem 2. Weltkrieg und der Abschaffung der Länder in der DDR
kam Meyhen als Ortsteil von Wettaburg zum Kreis Naumburg,
nach der Wende letztlich ab 1991 zur Stadt
Naumburg (Saale). Meyhen
hatte 1819 200 Einwohner und 36 Gehöfte, 2003 nach
amtlichen Angaben 199 Einwohner und heute über 200, Tendenz
steigend, mit erfreulich vielen Kindern. Allein in den
letzten 3 Jahres zogen 15 Personen zu, davon 10 unter 30
Jahren und unter diesen 5 Kinder unter 10 Jahren. |